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Des Fischers Frust in Prosa

geschrieben von Lars Dettmann (l.dettmann) am 14.09.2011
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„Naturschutzgebiet Mark Brandenburg“

In Brandenburger Feld und Flur
regt sich recht üppig die Natur.
Kormorane, viele Biber,
der NABU sieht das immer lieber.

Und wo schon diese Tiere leben,
soll’s bald auch wieder Wölfe geben.
Zum Schutz der Schafe auf dem Feld
werden  Zäune aufgestellt.

Die sind ganz dicht und mächtig hoch –
die Ossis kennen das ja noch.
Die Kosten haben ihn betroffen.
Auf Förderung muss er nicht hoffen.

Die Oderdeiche – grad‘ saniert - 
werden vom Biber torpediert.
Stahlmatten legt man drum ganz dicht
und hofft, der Schrottdieb merkt es nicht.

Geschlagen ist die Kormi – Schlacht,
ein Richter hat’s zu Fall gebracht.
Was NABU als Erfolg verbucht
nicht eignet sich zur Karpfenzucht.

Der Kormi – Zuwachs – man wird’s merken,
wird ein Problem alsbald verstärken:
nämlich dass heimlich hier im Land
schon manches Teichgebiet verschwand.

Um Kormi’s Endbestand zu lichten,
muss wohl der Waschbär noch was richten.
Doch sollte keiner je vergessen:
mit Fisch gab’s immer was zu essen.

Falls jetzt wer denkt, mehr kann nicht geh’n,
dem blüh’n die nächsten Schnapsideen.
Man meint, die Gegend zu verbessern –
mit Mooren alles zu verwässern.

Wir stopfen zu die Ablassrohre
und schon sind alle Teiche Moore!
Wenn man es richtig überlegt,
sind so die Teiche stillgelegt.

Auch Förster wären mit betroffen,
derweil der Baumbestand ersoffen.
Wo früher nur ein Bächlein war
sind heute Teiche – wunderbar!

Nun wird das Rad zurückgedreht,
wobei der Teich im Wege steht.
Das Bächlein muß halt wieder her,
da braucht’s den Teichwirt ja nicht mehr.

Die Bauern kriegen wir auch ran,
Schutzstreifen legen die jetzt an.
Dafür werden sie nicht entschädigt
und sind ruck- zuck gleich mit erledigt.

Was blüht nun FFH – Gebieten?
Dass sie zur Brachlandschaft gerieten!
Das wär‘ nun aber gar nicht fein –
soll’ns doch lieber die Moore sein?

Und Fischer, die hier noch rumlungern,
soll’n doch am langen Arm verhungern.
Für den, der doch Fisch essen muß
gibt’s schließlich den Pangasius.

Bald ist, wenn alles dies geschieht,
ganz Brandenburg ein Schutzgebiet!
Doch fänd‘ ich’s besser zu vergessen,
Natur in Regeln einzupressen.

Zeit wäre es, was zu verändern…
Klappt das nicht längst in andren Ländern?
So glaub ich an Entspannung kaum,
das bleibt wohl lange Zeit ein Traum!

Thomas Müller, Schlaubefisch e. G.

Letzte Änderung: 14.09.2011 am 22:54:50


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